Nach etlichen Erweiterungen zum Original hat Klaus Teuber
was Neues auf den Weg gebracht. Angelehnt an das Buch „Die Siedler von Catan“
wollen die letzten der Siedler endlich ein eigenes Dach über dem Kopf. In
„Candamir schlüpfen zwei bis vier Mitspieler in verschiedene Rollen mit
persönlichen Stärken und Schwächen. Kampf, Charisma, Geschick und Stärke
sollten im Laufe des Spiels ausgebaut werden, um Bären, Schlangen oder Wölfe
besiegen zu können. Verliert man trotzdem mal Lebenspunkte, helfen verschiedene
Tränke, die von Brigitta – bringt man ihr die richtigen Naturalien wie Honig,
Kraut und Pilz – gebraut werden. An das Siedlerspiel erinnern einzig und allein
die Rohstoffe Erz und Holz, dazu kommen Felle. Komplett machen das Spiel noch
Wege- und Abenteuerkarten.
Jetzt können sich Ansgar, Gudrun, Gislar oder Leif auf den
Weg machen und die Insel erkunden. Dazu legen sie ein Ziel fest und suchen
mithilfe der Wegekarten eine Route. Wie schnell sie ihr Ziel erreichen, hängt
davon ab, ob sie Kämpfen ausweichen, Abenteuer bestehen (z. B. Wettstreit unter
Holzfällern) oder Naturalien sammeln wollen. Dabei verliert man allerdings sehr
schnell den Weg aus den Augen. Denn eigentlich sind die Siedler unterwegs, um
Rohstoffe einzusammeln, aus denen Jared, Osmund oder Candamir Schwerter, Truhen
oder Papier herstellen. Dafür gibt es dann Siegpunkte. Wer als erster zehn
Siegpunkte hat, gewinnt. Die größte Chance zu gewinnen haben allerdings
diejenigen, die sich gleich auf die Suche nach Ziegen und Rindern machen. So ist
das Spiel leider etwas unausgewogen, denn wer auf Charakterausbau setzt, statt
Herden zu züchten, hat geringere Chancen zu gewinnen. Dafür funktioniert
„Candamir“ auch zu zweit gut.
Für „Catan“-Fans!
Und für Leute, die sich zwischen Brett- und einfachem Rollenspiel nicht
entscheiden können. Note: 3