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Chemiekeule Spice?

Publiziert am: 19.01.09 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08dezember artikel spice
Aus einer bislang wenig bekannten Kräutermischung ist „dank“ Medien-Hype innerhalb weniger Monate ein begehrtes Produkt geworden. Viel wurde spekuliert und gerätselt, ob verwendete Kräuter wie beispielsweise „Blauer Lotus“, „Indian Warrior“ und „Sibirischer Löwenschwanz“ einen stärkeren Rausch als eine Tüte Marihuana erzeugen können.
Das Drogenreferat der Stadt Frankfurt hat das Pharmaunternehmen THC-Pharm beauftragt, die Inhaltsstoffe zu untersuchen. Als Hersteller von Cannabis-ähnlichen Wirkstoffen zu medizinischen Therapiezwecken verfügt man hier über eine reichhaltige Erfahrung und identifizierte in allen Spice-Proben das künstlich hergestellte Cannabinoid JWH-018 aus der Arzneimittelforschung. Dieses erstmals 2005 von J. W. Huffmen hergestellte synthetische Molekül ist ein Indolderivat (MW = 341,4; Summenformel = C24H23NO) und im Tierversuch potenter als THC. Außerdem ist dieser Stoff eher strukturverwandt mit Psilocybin und recht einfach herzustellen, was wohl auch das rentable Geschäft von Spice erklärt.
Der medizinische Leiter Christian Steup konnte bei einen Gehalt von 0,2 - 2 % JHW-018 in der Spice-Mischung analysieren, bei ca. 0,5 g gerauchtem Spice sind dies bis 10 mg Wirkstoff, also die 10 fache wirksame Dosis, was aufgrund dieser Überdosierung die teilweise berichteten „bad trips“ einiger Spice-Konsumenten erklären dürfte. Damit ist auch klar, dass der Hersteller „The Psyche Deli“ Händler und Kunden massiv belogen hat. In Kombination mit der überaus konsumentenfeindlichen Nicht-Informationsstrategie der Firma liegt der Schluss nahe, dass mit fragwürdigen Geschäftspraktiken und ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Konsumenten Geschäfte gemacht wird. Nicht nur Gesundheitsdezernentin Dr. Rottmann empfiehlt, sich gut zu informieren, bevor man legale und psychoaktiv wirksame Substanzen konsumiert. Dass eine Substanz legal erhältlich sei, bedeute nicht, dass sie harmlos sei.
Mehr Infos und Links zum „Gewürz-Tuning“ gibt’s in unserer Exzessiv-Folge 121.
Eure Redaktion




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