Pünktlich zum 1. Januar – es soll zunehmender Mond gewesen sein – hat aleXX deshalb den Inhalt seiner Keimlings-Dose (eine mit nassem ZEWA ausgelegte Plastik-Verpackung ehemals mittelschlechter Eiscreme) von frisch gekeimten Sämlingen geleert und in kleine Joghurt-Becher mit gelöchertem Boden gesetzt, die er zuvor mit Bio-Erde gefüllt hatte. An käuflichen Blumentöpfen darf man sparen – an guter Erde sollte es dagegen keinesfalls mangeln!
Die Winzlinge wurden danach für die Dauer von zwei Wochen in ein Mini-Gewächshaus verfrachtet und bekamen rund um die Uhr 125er Energiespar-Blaulicht. Frischluft-Zufuhr erfolgte einmal täglich für eine Stunde, was sich als völlig ausreichend erwies. (Häftlinge kriegen heutzutage beim Hofgang auch nicht mehr...)
Nach 14 Tagen wechselte aleXX die Behältnisse von „klein und rund“ auf „größer und viereckig“ und bediente sich dabei seiner erklecklichen Sammlung an Kartoffelsalat-Verpackungen mit jeweils 500 ml Inhalt, die er ebenfalls am Boden gelöchert hatte, um den erforderlichen Gießwasser-Abfluss zu ermöglichen. Vorteil dieses Eintopfverfahrens in viereckige Töpfe ist der Leerraum-Einspareffekt, weil die verwendeten Behältnisse Rand an Rand stehen können. Auf diese Weise lassen sich deutlich mehr Pflänzchen unter die Lampe platzieren als in runden Pflanzgefäßen. Die Dauerbeleuchtung wurde zunächst beibehalten.
Am 13. Februar – also nur 43 Tage nach „Po(t)-Input“ zeigten sich die ersten weißen, steil emporlugenden Geschlechtsmerkmale (Calyxe) an den Pflanzen. Durch die transparente Plastikverpackung gelang eine zusätzliche Aussicht auf die schön verzweigten, reichlich ausgebildeten Wurzelballen. Die jungen Damen waren bis dahin nicht ein einziges Mal gedüngt worden und gediehen dennoch prächtig.
Nun wurde es höchste Zeit, die Mädels (und es waren wieder einmal nur Mädels) in größere Töpfe umzupflanzen. Dazu mischte aleXX die etwa zu 1/3 recycelte, perlitehaltige Erde seines letzten Grow mit 2/3 Bio-Erde-Anteil und füllte damit genügend – diesmal rundformatige - Töpfe von etwa 5 – 10 l Fassungsvermögen. Auch wenn an guter Erde nicht gespart werden sollte – mit Erdrecycling lässt sich durchaus sparen.
Nachdem alles umgetopft war, warf er die beiden 400W-NDL an, platzierte die Pflanzen mit genügend Abstand zu den Leuchten drunter und hielt sich in der Folge an das ab jetzt beginnende, strikte Beleuchtungsschema „8 Uhr an“ - „20 Uhr aus“. Die wiederholte Zufuhr von frischer Erde im Verlauf des dreifachen Umtopfprozesses hatte bis dahin den Verzicht auf jegliche Stickstoff-Gabe ermöglicht. Lediglich einige Tage nach Beginn der Blühphase wurden sparsam Hesi Super Vit und Bio-Blühdünger zugesetzt. PH oder EC-Werte wurden allerdings kein einziges Mal bestimmt. Das äußere Erscheinungsbild der Pflanzen sagte alles über ihren prima Zustand.

Fertig zur Ernte



